Hallo!
Ich habe gerade mit Interesse die Beiträge zu diesem Thema hier gelesen.
Ich überlege nämlich, eine kleine, bereits 10jährge Hündin, die leider ihr zuhause verloren hat, bei uns aufzunehmen.
Der Sammy ist mein 3. Hund, den ich, wie die anderen auch, als Welpe bekommen hab.
Mein erster Hund (nee, es war ne Hündin) war 5 Wochen alt und ich war 15, als ich ihn zuhause angeschleppt hab und gegen den Willen meines Bruders und vor allem meines Vaters durchgesetzt hab, dass sie da bleiben durfte. Sie hat mich durch die Pubertät begleitet und meine Mutter durch die schwere Zeit ihrer Krebskrankheit. Ich hab sie so sehr geliebt! Und als sie mit 15 nicht mehr konnte, musste ich über ihr Weiterleben oder Erlösung entscheiden. Das war unglaublich schwer, zumal sie mir ja auch beim Tod meiner Mutter so sehr geholfen hatte...
Danach passte erstmal kein neuer Hund in mein Leben.
Als die Kinder groß genug waren, kam dann doch wieder einer.
Aber worum es mir eigentlich geht, ist:
ich habe jetzt so meine Zweifel, ob es eine weise Entscheidung wäre, den o. g. Hund wirklich zu nehmen.
Aufmerksam geworden bin ich auf sie, weil ich auf dem Sommerfest der Tierhilfe Korfu war und anschließend die Fotos davon im internet angesehen hab. Und da war eine süße, kleine Hündin zu sehen, die Brigitte (so wie ich) heißt.
Entschuldigung - wie kann man seinen Hund "Brigitte" nennen??
Also les ich den Text dazu und sehe, dass sie 10 Jahre alt ist und ihre englische Besitzerin auf Korfu sie nicht mehr versorgen kann. Brigitte ist schon in Deutschland, hier in der Nähe, in einer Pflegefamilie und sucht ein neues zu Hause...
Ja, so geht das! 2 Tage hab ich überlegt, dann hab ich ne mail geschrieben und dann hab ich mich mit Brigitte, Pflegefrauchen, Sam und meiner Tochter zum Spaziergang getroffen. Sie ist noch kleiner, als erwartet, auch die Färbung hab ich mir nach den Fotos viel heller vogestellt. Sie ist nicht, wie das bei den Welpen war, auf mich zugestürmt und hat nicht sofort Schmusekontakt aufgenommen. Der Sam hat weder negativ noch positiv reagiert.
So eine 10jährige Hundedame hat es ja auch nicht nötig sich einzuschleimen.... Das imponiert mir!
Mir gefällt, dass sie ihren eigenen Kopf hat und ihren eigenen Weg geht. Sie ist freundlich, aber zieht ihr eigenes Ding durch. Aber sie sagt auch Bescheid, wenns ihr zuviel wird - hört sich an wie so gurrende Tauben...
Sie ist noch voll fit und mobil, ihr fehlen ein paar Zähne (wie beim Sam...), Sam und Brigitte waren nicht sonderlich aneinander interssiert, sie haben stattdessen gegenseitig ihre Markierungen überpinkelt... Andererseits sind sie gemeinsam (beide rennen los und kucken, ob der andere mit macht) auf andere Hunde zu gerannt.
Ich bin total hin und her gerissen!
Unser Leben mit Sam ist super entspannt und stressfrei.
Andererseits haben wir den Platz und ich grundsätzlich auch die Zeit, so einer heimatlosen Maus zu helfen.
Aber mal ehrlich, warum soll man sein gerade mal entspanntes Leben langfristig durcheinander bringen lassen?
Nachher mag sie niemals alleine sein (die Pflegemutter sagt, sie sei jetzt in den 3 Wochen, seit sie da ist, noch nie alleine gewesen)
Oder sie will mit in mein Schlafzimmer (das ist unterm Dach; Sam traut sich nicht die Treppe rauf und schläft bei meinem Sohn im Sessel)
Oder Sam wird eifersüchtig. Ich möchte nicht, dass Sam irgendeinen Nachteil erleidet!
Wie füttert man eigentlich 2 Hunde???
Sam frisst ehr schlecht und hat immer was im Napf...
Ich möchte gerne, wie bisher, zumindest langfristig, meinen Aushilfsjob machen, zum Sport gehen, abends mal weg gehen ohne Hunde...
Ich bin mir sicher, dass Sam hier ein gutes Hundeleben führt! Das soll ja so bleiben... Schränke ich Samys Lebensqualität ein, wenn ich Brigitte hier einziehen lasse??
Andererseits:
Ich empfinde sie irgendwo als charakterlich wie ne Schwester vom Sam- abgesehen von der Bindung an mich. Das imponiert mir! Sie ist kein Hund, der Mitleid nötig hat!
Ich würde sie einerseits gerne aufnehmen. Andererseits bin ich gerade so, wie es im Moment ist, zufrieden, entspannt und bin froh drüber, dass alles mal so läuft...
Und ich will nicht, dass Sam dadurch Schaden erleidet. Er ist schon extrem auf mich bezogen, normalerweise überhaupt nicht eifersüchtg, aber wenn ich die Nachbarshündin rüberhole und sie dann, nach Tobeeinheiten, mit mir schmusen will, dann sagt er schon Bescheid, dass ich ihm gehöre... Das macht er nur hier in seinem Territorium. Sonst nie.
Ach Menno.
Gebt mir doch bitte mal Euer Feedback!!!!
Ich weiß im Moment echt nicht, was ich tun soll...