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RE: Gedanken zum Tierschutz

#16 von Blue-Sky , 18.04.2010 13:18

Wollte etwas nachtragen aus dem Spanienbeitrag von Fangonette, wo eine Diskussion über Stierkämpfe geführt wird.
Tut mir leid, wenn das jetzt ein wenig Zusammenhangslos wirkt, aber ich wollte ihren schönen Ulraubsthread nicht damit zumüllen:

Wenn man unsere Moralvorstellungen und ethischen Ansätze auf alle Tiere übertragen würde, dann dürfte niemand mehr von uns Fleisch essen. Ob ein Tier im Stall leidet, oder ein Stier im Kampf - macht für mich keinen Unterschied! Weiß gar nicht was schlimmer ist, Augen verschließen vor den Tatsachen, oder den Tatsachen ins Auge sehen, indem man einem Tier beim Kampf ums Überleben zusieht. Ich möchte nichts von beidem befürworten! Stierkämpfe sind für mich grausam, genauso wie die schlechte Haltung von Tieren, egal ob Nutz- oder Haustiere oder gar Wildtiere, die meiner Meinung nach in ihre natürliche Umgebung gehören. Klar sind Stierkämpfe Tradition, aber das macht es doch nicht besser! Wieviele Traditionen gibt es auf der Welt, die fragwürdig sind. Wenn es Menschen betrifft schreit jeder auf, aber, wenn es um Tiere geht, dann redet man plötzlich wieder von Tradition. Das Thema Fleischverzehr ist sowieso eine schwierige und facettenreiche Sache, in meinem Studium beschäftigen wir uns sehr intensiv mit dem Thema. Würde hier jetzt den Rahmen sprengen, aber überlegt mal: Carnivoren sind dazu da, ein Gleichgewicht im Ökosystem zu schaffen, indem sie meist schwache, alte und nicht überlebensfähige Tiere fressen - wir ernähren uns von gesunden, meist jungen Tieren, die zu Hauf gezüchtet werden und in einer plastischen Umgebung aufwachsen. Wer beim Menschen noch mit "Natürlichkeit" argumentiert, der lebt schon lange nicht mehr bewusst in unserer nicht mehr so natürlichen Welt. Es ist nicht alles schlecht daran, der Mensch hat sich einfach sehr weit entwickelt und einen für sich guten Lebensraum geschaffen, um gut zu leben und seine Nachfahren gut zu versorgen - alles kein Problem und nachvollziehbar - aber er denkt einfach nicht über die Folgen nach, die durch seine Errungenschaften entstehen. Fleisch gibts nicht jeden Tag, bei keinem wildlebenden Tier und beim Menschen gab es das auch nicht - heutzutage kocht kaum noch jemand ohne Fleisch. Wenn wir den Fleischverzehr reduzieren würden und auch noch darauf achten woher wir das Fleisch beziehen - dann hätten wir schon einige Probleme gelöst. Wir empfinden Schlachtungen grausam, weil wir mit dem Tod meist nur schlecht umgehen können bzw. junge, vitale Tiere geschlachtet werden und wir Mitleid empfinden können. Wenn er Mensch lernen würde genügsam und nicht so gierig zu sein, dann würden gewissen Probleme nicht entstehen, das ist meine Meinung.

Hoffe darin steckt nicht zu viel Wiederholung von dem, was bereits gesagt wurde.

LG,
Bina


 
Blue-Sky
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zuletzt bearbeitet 18.04.2010 | Top

RE: Gedanken zum Tierschutz

#17 von Fangonette , 18.04.2010 16:35

Jetzt habe ich mich da durch eure - überaus interessanten - Beiträge "gekämpft".
Was für mich eine ganz wichtige Überlegung ist: Was ist eigentlich nötig? Dazu hat wohl jeder einen anderen Zugang. Dennoch schere ich jetzt uns (Foris) ein bisschen über einen Kamm. Für uns hier ist es nötig, ein Dach über dem Kopf zu haben, in Form einer Wohnung oder einem Haus. Ein Auto wäre auch nicht schlecht, sonst kommt man schwieriger von A nach B. Für uns ist es nötig, sich täglich so zu ernähren, dass es wahrscheinlich möglichst gesund ist und vor allem aber, dass wir satt sind. Wenn wir nicht sogar einbeziehen, Bio-Produkte zu essen und trinken. Es ist für uns wichtig, zu trinken, wenn möglich zu jeder Zeit und an jedem Ort. Können wir auch - Wasserleitung aufdrehen und fertig. Sauber sollte es bei uns sein, und hygenisch. Sind wir krank, gehen wir zum Arzt und wollen wieder gesund werden.
Wir haben Hunde, die wir lieben, die wir ernähren, mit denen wir zum Tierarzt fahren, eventuell auch auf Ausstellungen,... Die Hunde brauchen eine Ausbildung, die Geld kostet, dorthin muss man auch fahren, gute Hundeschulen findet man nicht in jedem Ort, also nehmen wir einen weiteren Anfahrtsweg in Kauf.
Arbeit zu haben ist für uns nötig, damit wir unser Leben finanzieren können, dafür brauchen wir eine Ausbildung,... Soviel mal zum Groben, was für UNS nötig ist.
Bei einem Menschen, der in einem Entwicklungsland lebt, sieht das schon anders aus. Für den ist all das, was wir für nötig empfinden, Luxus. Der ist froh, wenn er ab und an etwas - egal was - zu essen bekommt, genauso mit dem Trinken. Die medizinische Versorgung ist nicht wirklich gegeben, und leben, ja, unter Planen,...
Der stärkste Kontrast zu so einem Menschen ist dann der (auch für uns) "Reiche", der ein riesen Anwesen hat, mit mindestens einem Luxusauto, evtl. einem Pool, der, der Putzen, Kochen, Arbeiten,... lässt und der das Leben so "genießt". Für den sind wiederum andere Dinge nötig.

Wie ist das mit der Bedürfnissättigung und -befriedigung? Ein Glas Wasser am Tag brauchen wir. 3-4 sind auch noch gut, die schätzen wir noch. Aber was machen wir mit 100 Gläsern Wasser? Die machen uns dann auch nicht mehr glücklicher. Versteht ihr was ich meine?
Das soll nicht heißen, dass wir auf die Dinge, die wir haben, verzichten sollen. Das Leben steht nicht. Alles entwickelt sich weiter. Könnten wir uns jetzt noch ein Leben ohne Internet vorstellen? Natürlich, es ist praktisch, wir nutzen es - sonst wären wir nicht hier - aber nötig?! Damit möchte ich sagen, dass auch die Medizin nicht steht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand, der eine schlimme Verletzung hat, heutzutage hier bei uns, noch ohne Schmerzmittel ausharren möchte.

Dass alles eine Grenze haben sollte, ja, das finde ich auch. Ein Mensch, der im Sterben liegt, sollte nicht davon abgehalten werden. Aber so sind wir, wir halten an all dem fest, wollen nicht loslassen, wiel der Verlust eines geliebten Menschen (oder auch Tieres) enorm schmerzlich ist.
Ich habe in letzter Zeit viel über Aids gehört, die verschieden Stadien, was mit uns da passiert,.... Jetzt sage ich, wenn ich diese Krankheit hätte, ich würde mir die Kugel geben. Das durchmachen zu müssen und zu wissen, dass man das nicht lange durchhält, muss nicht sein. Ein Aids Kranker bettelt aber um jedes Medikament, das sein Leben um auch nur ein paar Stunden verlängern könnte. Dem geht es schon gar nicht mehr um Tage.
Was da Geld in den Medikamenten steckt, ist ein Wahnsinn. Und das, obwohl dieses Leben im Prinzip hoffnungslos ist.
Meiner Meinung nach sollte man das Leben angepasst jeder Situation qualitativ möglichst hoch bereiten, also jemandem, der Schmerzen hat, die Schmerzen nehmen. Aber es unnötig verlängern,.... das klingt grausam und furchtbar.

Was Vivien bezüglich des Walfanges schreibt, ist für mich absolut nachvollziehbar. Auch ich finde es schlimm, dass diese wundervollen Tiere so verfolgt werden. Aber wer bietet eine Alternative? Es müsste hier ein Umdenken stattfinden. Wir Menschen sind leider oft so, dass wir Geld in Protestaktionen stecken, aber fragt jemand nach Geld für eine Lösung, zahlen solche Leute nicht mit.

Schaut euch die Tierheime an, die sind voll mit Tieren, ÜBERfüllt! Dennoch werden Tiere gezüchtet. Es sollte kein Tier gezüchtet werden, bis nicht die Tierheime leer sind. Aber auch ich zähle zu den Menschen, die sich einen Hund vom Züchter geholt haben. Einen, wo ich die Geschichte kannte, den ich von klein auf hatte und "formen" konnte,...

Sagen wir, es darf nur der überleben, der es selbst kann, dann würden wir enorme Rückschritte machen. Dann müssten wir zurück in die Steinzeit, dann dürften wir alle nicht so leben, wie wir es tun. Denn unser Überleben wird schon alleine durch unsere häusliche Lebensweise gesichert. Würden wir alle draußen in der Natür leben, wäre vieles anders. Dann dürfte es keine sanitären Anlagen geben,.... eben all den Luxus, den wir heute haben.

@ Bina:
du hast Recht, es dürfte niemand von uns Fleisch essen, aber dann auch unsere Hunde,... nicht. Zwischen Augen verschließen und nicht-zusehen-können ist aber m.E. ein Unterschied. Ich weiß, was dort abgeht, aber ich könnte es mir nicht ansehen. Durch nicht-zusehen-können versuche ich nicht, etwas nicht wahrhaben zu wollen.
Der Fleischverzehr ist sicherlich schwierig. Ich persönlich brauche auch nicht zu jeder Mahlzeit Fleisch, ich könnte auch ohne leben.


 
Fangonette
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RE: Gedanken zum Tierschutz

#18 von Senta , 20.04.2010 09:51

@Bina

Es sind viele interessante Aspekte angesprochen worden - deshalb will ich versuchen ein paar Gedanken zu jedes davon zu geben... Zuerst zum Thema Zucht und Tierhaltung für den Fleischverzehr... Bina, die Alternative wäre doch dass wir (so wie andere Tiere) nur das essen was wir jagen oder? Stell Dir jetzt mal bitte vor, bei der Bevölkerungsanzahl der Menschen (es gibt viel zu viele von unserer Art auf unserem Planeten), was wäre wenn es keine Tierzucht gäbe???

Dann essen die Menschen alle das was Wild geschossen wird: und sehr bald gäbe es überhaupt kein Tier auf dem Planeten mehr ausser uns. Die Tatsache dass Tiere gezüchtet werden hängt also mit der Nachfrage zusammen: weil wir von dem was "natürlich" genommen werden kann (durch jagt) nicht leben könnten. Dazu muss man allerdings auch ganz klar sagen, dass gezüchtete Tiere und deren Schlachtung nicht wirklich was mit den Ökologischen Gesetzen zu tun hat: weil es diese Tiere in diese Anzahl gar nicht gäbe ohne den Menschen... Wir verändern dadurch also weniger das Ökosystem als wir es tun würden wenn wir stattdessen nur gejagtes essen würden? Für mich wäre eine Fleischgewinnung allein nur durch natürliches jagen ein Albtraum. Ich sehe den Menschen übrigens nicht als Carnivore... Für mich ist der Mensch OMNIVORE. Der Mensch isst nicht ausschließlich, nicht mal vordergründlich Fleisch. Der Mensch kann Gemüse, Obst...genug andere Sachen essen. Aber eben AUCH Fleisch. Und das entspricht sowohl die Geschichte unserer Art wie auch unsere Physiologie. Die meisten Vegetarier müssen Sachen essen die es so in der Natur gar nicht gäbe (ohne Verarbeitung): damit meine ich nur, rein natürlich gesehen wachsen keine Spaghetti auf Bäume und Nahrungsergänzungsmittel gäbe es da auch nicht. Sich also "natürlich" ernähren aus dem was die Natur quasi "natürlich" hervorbringt, wäre nicht möglich ohne Fleisch: da hätten wir einen Eiweiss mangel - auch kein Käse wachst auf Bäume... Auch Käse oder Eier oder MIlch...sind nur möglich WEIL es Tierhaltung gibt in Ställen!!! Ich meine das jetzt auch nicht polemisch, bitte nicht missverstehen - es sind nur meine ganz sachliche Gedanken zum Thema Tierhaltung und Zucht: derweil gibt es dazu kaum Alternativen...

Was die Stier Quälerei in Spanien betrifft: ich finde sie unnötig. Es ist nicht notwendig ein Tier zu quälen nur um irgendwelche Menschen zu unterhalten. Ich empfinde es auch als eine unnötige Tradition die einfach nichts wirklich für die Menschheit bringt... Da gehe ich eben mit "Fangonette" konform - und frage "was ist nötig?". DAS in meinen Augen eben sicherlich nicht. Klar müsste man den existierenden Toreros dann eben alternative Arbeitsmöglichkeiten anbieten: es gehört aber wirklich da was verändert.

Gegen die Fuchsjagt in England hat es auch laut Aufschrei gegeben... bis es eben nun 2004 verboten wurde. Dabei wurde die Fuchsjagt in England bitte NICHT als reine Unterhaltung betrieben sondern wirklich deshalb weil Fuchse leider oft in Hühnerställe einbrechen und alles töten was sich bewegt (auch deutlich mehr als sie essen könnten - interessant gel? Sowie Marder auch... Auch in diese Eigenschaft ist der Mensch also nicht ein Einzelgänger). Auf alle Fälle - es ist zum Glück verboten: auch ich fand diese Hetze und diese furchtbare Tötungsart schlimm... Und was den Schutz der Farmen betrifft: dann sollen sie gefälligst halt bessere Zäune bauen! Das gleiche gilt für die Menschen die Wölfe töten mit dem Vorwand sie würden Schafe reissen: DANN SCHÜTZT HALT EURE SCHAFE. Es gibt genug Methoden angefangen von Wolfsheul Anlagen bis hin zu Herdenschutzhunde! Persönlich bin ich sogar eher der Auffassung, dass die Wölfe ruhig Schafe reissen sollen dürfen... Es gibt genug Schafe auf der Welt: aber nicht genug Wölfe! Wenn Regierungen immer bemüht wären dem einzelnen Schäfer die Schafe zu ersetzen (Kostenersatz) dann gäbe es auch hier vermutlich kaum Probleme...

@Fangonette

Ich sehe es sehr ähnlich wie Du... Ich frage mich was nötig ist, und was MÖGLICH ist...und sehe auch die Zukunft des Tierschutzes darin Alternativen eben zu finden sodass wir die Tiere immer weniger (miss)brauchen. Es ist sicher schwer den Punkt zu finden wo man die Linie zieht... Es ist aber auch so, dass es utopisch ist von einer Welt zu träumen wo der Mensch so lebt wie andere Tiere...unter dem freien Himmel und essend nur das was er jagen kann. Dazu hat sich der Mensch einfach zu sehr entwickelt: es ist kaum vorstellbar, dass wir diesen "Fortschritt" (oder auch Rückschritt - je nach dem wie man es sieht) rückgängig machen können. Vielleicht begann das Übel als wir aufgehört haben zu wandern... Aber das ist einfach teil unserer Geschichte als Art. Wichtig wäre herauszufiltern wie es weiter geht... Und es wäre ebenso wichtig, dass der Mensch lernt seine Mitbewohner auf dem Planeten sehr zu respektieren und zu lieben... Und eben alles daran setzt, Methoden zu finden wie man die eigene Art schützt und ernährt, ohne die anderen Arten eben zu missachten oder gar zu missbrauchen... In manchen Fällen hätte es gereicht, einem Mitmenschen einfach neue Jobalternativen anzubieten...

LG Vivien.


 
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RE: Gedanken zum Tierschutz

#19 von Blue-Sky , 20.04.2010 13:15

@Senta:

Falls du etwas falsch aufgefasst hast: Ich sagte nicht, dass Tierhaltung oder die Zucht von Tieren schlecht sei, ich sprach mehr von der Art und Weise wie man diese Tiere hält. Wenn Nutztiere und andere artgerecht gehalten werden und diese ihrem natürlichen Verhalten nachgehen können, spricht auch nichts dagegen, aber es gibt leider viel zu viele Betriebe, die ihre Tiere absolut nicht artgerecht halten ala Massentierhaltung usw. Deshalb sagte ich, sollte man Fleisch in Maßen genießen und darauf achten woher man sein Fleisch bezieht, damit man nicht einen dieser schrecklichen Betriebe unterstützt. Du weißt selbst ganz genau was Stress im Körper eines Lebewesens auslöst und wie wichtig eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist, das gilt nicht nur für unsere Hunde, sondern für alle Tiere die wir halten oder auch essen und ich sehe es nicht ein, dass manche kapitalistischen Firmen und Betriebe darauf verzichten ihr Schlachtvieh so gut zu ernähren und zu halten, sodass es nicht leiden muss.
Ich sprach auch nicht davon, dass wir kein Fleisch essen sollen, sondern in Maßen, wie du richtig sagst gehört der Mensch nicht zu den Carnivoren, sondern ist Allesfresser und muss daher NICHT jeden Tag 2-3x am Tag Fleisch essen, sondern kann auch auf Obst, Gemüse, Getreide ... usw umsteigen. Die Lebensmittelindusrie hat in den letzten Jahren einen Weg eingeschlagen, den ich nicht für richtig halte und deshalb liegt es mir am Herzen auch für Nutztiere etwas zu tun und wichtig für mich ist auch, dass der Mensch wieder hochwertige Nahrung zu sich nehmen kann, ohne die Verpackung zehnmal zu drehen, um zu prüfen wo es herkommt, obs Bio ist, wie teuer usw. Verstehst du was ich damit sagen möchte? Ist jedem selbst überlassen was er isst, ich weiß, aber ist es nicht traurig, dass man sich kaum Gedanken über unsere Nutztiere? Auch Nutztiere, von denen wir leben, verdienen eine respektvolle Behandlung und haben neben anderen Tieren auch ein Interesse, das man berücksichtigen sollte! Sie wollen doch auch nur gut leben.

Dass Füchse und Marder in Ställe einbrechen und alles töten, was sich bewegt, ja das weiß ich. Heißt noch lange nicht, dass wir es ihnen gleich tun müssen, oder? Da die kognitiven Fähigkeiten des Menschen viel höher entwickelt sind, als die der Tiere, sollten wir eigentlich in der Lage sein unser Handeln zu reflektieren bzw abzuwägen was ist nötig und Überproduktion, oder zu viel konsumieren ist sicher nicht nötig. Dafür müssen wir nicht in die Wildnis jagen gehen ....

LG,
Bina

 
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RE: Gedanken zum Tierschutz

#20 von Senta , 20.04.2010 18:49

@Bina

Ja, Du hast recht. Es gibt sehr wohl auch sehr schlechte Tierhaltung und da würde ich genau NICHTS kaufen... Ich bin echt nicht neugierig darauf solche Betriebe zu unterstützen! Ich versuche entweder direkt bei einem Bauer zu kaufen wo ich eben genau weiss wie die Tiere gehalten werden, ansonsten halt mindestens BIO...

Das was ich geschrieben habe, meinte ich eher in Bezug auf das alles was von PETA, ALF und co. gefordert wird: da geht man eben für meine Begriffe einen Schritt schon zu weit... Wenn man bereits für Carnivore Haustiere (Hunde z.B.) versucht vegetarische Menüs zu propagieren - da geht für mich der Tierschutz irgendwo "Overboard". So edel und schön die allgemeinen Anliegen oft sein mögen, so unrealistisch und utopisch ist dann oft die Umsetzung oder die dazu angebotenen Ideen... Und wenn es dann damit endet dass gewisse Gruppen dann auch noch Bombenanschläge etc. finanzieren: so hört für mich dann der Spaß ganz auf...

Deine Auffassung verstehe ich total und ich stimme Dir absolut zu... Vieles ist in dem Maße wie es betrieben wird auch sicherlich nicht nötig... Ein Paradebeispiel... Tierversuche für absolut nötige medizinische Forschung: ja, da wo es sein muss... Tierversuche für die Produktion z.B. von Tierfutter: NEIN - weil sicher nicht notwendig - über die Ernährung von Heimtiere wissen wir schon bereits genug, man muss nicht super moderne "neue" Ideen (meist ungesunde, denaturierte und billigere "Lösungen") erforschen... Sowas würde ich z.B. auch nicht kaufen.

LG Vivien.


 
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