Ich grüble in letzter Zeit immer mal wieder über dieses Thema nach.
Irgendwann soll bei mir wieder ein Hund einziehen, dass ich von den Kromfohrländern die Finger lasse, weiß ich 100%ig. Diese Art von Inzucht, ja vielleicht schon Qualzucht, zu unterstützen finde ich abstoßend.
Ich liebäugle ja mit den Shelties. Das Wesen gefällt mir irrsinnig gut, gerade von einem ganz speziellen Herren *hüstel* ;-)), das Aussehen, die Größe, die Aufgabe, die so ein Sheltietier mit sich bringt (der WILL auch arbeiten und wurde für Arbeit gezüchtet),....
Jetzt kommen mir aber andererseits wieder Gedanken - um jetzt das Thema allgemein zu behandeln - darum, dass es Millionen Tierheimhunde gibt, die auf ein gutes Zuhause warten würden. Wenn man sich das alles ansieht, dürfte solange kein Hund gezüchtet werden, bis die Tierheime nicht leer sind.
Nimmt man einen Hund aus dem TH, hat man ein Stück bewegt, die Überfüllung dort zu bekämpfen, einem Hund ein schönes Leben zu bieten und ihm einen Ort zu geben, an dem er (und da spreche ich von mir) immer bleiben kann.
Dennoch, die Kehrseite der Medaille. Man nimmt sich damit auch meistens eine große Aufgabe. Man weiß nicht, was in den ersten Lebenswochen oder -jahren passiert ist, was das Tier erlebt hat. Viele Verhaltensweisen werden auftauchen, ohne dass man irgendwie den Hintergrund dafür herausbekommen kann. Klar - daran muss man dann arbeiten und das ist eine Herausforderung, eine Aufgabe. Und man kann gemeinsam daran wachsen.
Bei einem Hund, den ich von einem (guten) Züchter hole (der offen über alles spricht, dabei ehrlich ist,...... ich spreche hier vom Idealfall), weiß ich, was passiert ist, was er kennt, was ich ihm in den wichtigen Phasen zeigen werde, im Prinzip kenne ich genau seine Eigenarten von Anfang an und kann in die Richtung sehr gut arbeiten und steuern. Natürlich kann Unvorhersehbares passieren, aber grundsätzlich liegt es in meiner Hand.
Eigentlich kann man hier nur sagen: jeder muss für sich selbst entscheiden, woher er seinen Hund nimmt, ob er die Aufgabe, einen Tierheimhund zu (re-)sozialisieren auf sich nimmt, oder einen Welpen von Anfang an zu sozialisieren und betreuen. Aber diese Entscheidung hier finde ich wirklich nicht leicht. Denn so viele Tiere, die in Tierheimen sitzen, sind eigentlich furchtbar. Dennoch würde ich jetzt im Moment sagen: mein nächster Hund kommt von einem guten Züchter, da ich von Anfang an bestimmen können möchte, was er zum Fressen bekommt, wie er sozialisiert wird, was ihm passiert, was er lernt, wie er lernt,.....
Der Reiz, einem Hund zu helfen, ein anständiges Leben führen zu können, und ihn aus dem Tierheim zu nehmen, ist aber auch irgendwo da, schon alleine, weil ich es schlimm finde, wie überfüllt alle TH sind.
Wie steht ihr zu diesem, ja... Dilemma? Wieso habt ihr euch für die Art Kauf entschieden, die ihr bei eurem jetzigen Hund getroffen habt? Was wird die nächste Entscheidung sein? Welche Aspekte habt ihr noch beachtet?






